Übergänge sicher begleiten
Strategien für herausfordernde Phasen in der Arbeit mit Kindern
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Datum
Donnerstag, 2. September 2027
von 9.15 bis 12.15 Uhr und 13.30 bis 16.45 Uhr
Ort
pluspunkt AG, Spinnereistrasse 40, 8645 Jona
Kosten
- CHF 230.00 Kurskosten
Über den Kurs
Ein Therapeut:innen- oder Lehrpersonenwechsel, der Übergang in die Schule bzw. nach Hause oder das Ende einer beliebten Aktivität: Übergänge gehören zum Alltag von Kindern. Oft erscheinen sie uns Erwachsenen klein und selbstverständlich. Für viele Kinder bedeuten sie jedoch eine erhebliche Anpassungsleistung. Was von aussen wie Widerstand, Verweigerung, Rückzug oder Unruhe wirkt, kann Ausdruck von Unsicherheit, Orientierungsverlust oder Überforderung sein.
Kinder müssen in Übergangsphasen Bekanntes loslassen, sich auf Neues einstellen und dabei ein inneres Gleichgewicht wiederfinden. Besonders Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten, erhöhtem Stressniveau oder belastenden Erfahrungen benötigen dabei gezielte Unterstützung.
In dieser Weiterbildung betrachten wir Übergänge aus entwicklungspsychologischer, neurobiologischer und bindungsorientierter Perspektive. Sie erfahren, weshalb Veränderungen so herausfordernd sein können, welche Anpassungsleistungen Kinder dabei erbringen und wie Beziehung, Ermutigung und Sicherheit die Bewältigung von Übergängen erleichtern.
Anhand von Praxisbeispielen reflektieren Sie typische Übergangssituationen im therapeutischen und pädagogischen Alltag. Zudem setzen Sie sich mit Antreibern und inneren Überzeugungen auseinander und erkunden, wie diese sowohl bei Kindern als auch bei Fachpersonen Übergänge beeinflussen können.
Der Kurs verbindet theoretische Grundlagen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten für die Praxis – damit Kinder Veränderungen nicht nur bewältigen, sondern daran wachsen können.
Lernziele
- Sie verstehen Übergänge als Entwicklungs- und Anpassungsleistungen.
- Sie erkennen, weshalb Kinder auf Veränderungen mit Widerstand, Rückzug oder starken Emotionen reagieren können.
- Sie lernen entwicklungspsychologische, neurobiologische und bindungstheoretische Erklärungsansätze kennen.
- Sie verstehen die Bedeutung von Sicherheit, Vorhersagbarkeit und Co-Regulation in Übergangsphasen.
- Sie reflektieren eigene Antreiber sowie mögliche Antreiber von Kindern.
- Sie lernen konkrete Strategien kennen, um Übergänge in der therapeutischen und pädagogischen Praxis entwicklungsförderlich zu gestalten.
- Sie erweitern Ihr Verständnis dafür, wie Ermutigung und Beziehungssicherheit die Anpassungsfähigkeit von Kindern stärken können.
Methodik
Theoretischer Fachinput, Fallbeispiele, Beispiele aus der Gruppe, Gruppenarbeiten, Selbsterfahrung